Schulbauoffensive: Bitte an die Carl-Kraemer-GS denken

Gotenburger Schule soll reaktiviert werden, Wilhelm-Hauff-GS wird saniert, Andersen-GS erhält Brandschutz. Carl-Kraemer-GS fehlt. Änderungen sind nötig. Der „Fahrplan“ wird halbjährlich aktualisiert.

Carl-Kraemer-GS

Die Carl-Kraemer-GS muss im aktuellen Plan der Schulbauoffenisve noch nachgetragen werden. Foto: Andrei Schnell

Der Plan für die Schulbauoffensive ist nicht in Stein gemeißelt und wird halbjährlich aktualisiert. Für den Soldiner Kiez ist eine Korrektur des "Berichts Schulbauoffensive" auch notwendig. Denn die im Frühjahr erfolgte Sperrung der Carl-Kraemer-Grundschule ist in der ersten Ausgabe noch nicht die Planungen für Sanierungen und Neubau Berliner Schulen eingeflossen.

  • Carl-Kraemer-Grundschule in der Zechliner Straße: Das kann nicht stimmen, dass keinerlei Sanierungen nötig sind. Lediglich kleinere Summen für den Unterhalt weist der aktuell veröffentliche Plan aus. Es kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund der aktuellen Situation nicht wenige im Kiez die Grundschule als "Schadensfall" einstufen. Bezirksintern soll die Schule dagegen einen hohen Rang auf der Sanierungsliste haben. Die Zahl der Schüler soll leicht von aktuell 513 auf 504 sinken.
  • Wilhelm-Hauff-Grundschule in der Gotenburger Straße: 4,6 Millionen Euro stehen bereit. Die Sanierung wird bereits durchgeführt und soll 2018 abgeschlossen werden. Die Zahl der Schüler soll von aktuell 442 auf 504 steigen. Die Zahl der Schüler soll von jetzt 403 auf 432 steigen.
  • Andersen-Grunschule in der Kattegatstraße: eine halbe Million Euro ist für Fenstersanierungen vorgesehen. Etwas mehr Platz soll ein Dachausbau schaffen. Wie viel das kosten könnte und in welchem Jahr diese Maßnahme beginnen könnte, ist nicht genannt.
  • Grundschule Gotenburger Straße (ehemals Wilhelm-Busch): 432 neue Schulplätze könnten hier entstehen. Der als aktuell genannte Status lautet: "Bezirk prüft Reaktivierung". Deshalb sind keine Jahreszahlen und keine absehbaren Kosten genannt.
  • OSZ KIM in der Osloer Straße: Für das Oberstufenzentrum Kommunikations-, Informations- und Medientechnik - zuständig ist die BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH) - werden "Projektkosten" in Höhe von zwei Millionen Euro fortgeschrieben.

Berliner Schulbauoffensive

Es ist ein neue Form der Transparenz, dass der Berliner Senat nun halbjährlich einen "Bericht zur Schulbauoffensive" veröffentlichen will. Der Bericht zeigt für jede Schule die geplanten Baumaßnahmen, die Fördertöpfe, den Bauträger und den voraussichtlichen Baubeginn an. Auch die Höhe der zur Verfügung stehenden Mittel werden pro Kalenderjahr dargestellt. 

In Berlin sollen in zehn Jahren 5,5 Milliarden Euro in Schulen investiert werden. Davon wird etwa die Hälfte für Neubau, ein Viertel für Sanierung und ein Viertel für Unterhalt ausgegeben. Schulneubau ist notwendig, weil Prognosen davon ausgehen, dass die Zahl der Schüler von heute etwa 325.000 bis zum Jahr 2026 auf schätzungsweise 380.000 Schüler anwachsen wird. 

Vor allem die Bezirke werden mit fast der Hälfte der Gesamtkosten den größten Brocken stemmen. Die in der Öffentlichkeit stark diskutierte Beteiligung der Wohnungsbaugesellschaft Howoge am Schulneubau wird etwa eine Milliarde Euro betragen.

Weiterführende Informationen

Der vollständige Bericht zur Schulbauoffensive kann auf dem offiziellen Onlineportal des Landes Berlin heruntergeladen werden.

Informationen zur Schulbauoffensive auf der Webseite der Senatsverwaltung für Finanzen

25. April 2018