Das Café Baobab verbindet Gastronomie mit Zusammenhalt

In der Soldiner Straße 41 hat das Baobab eröffnet. Die Betreiber Györgyi Bòka und Victor Matekole wollen sich im Kiez einbringen und auch etwas für den sozialen Zusammenhalt tun.

Baobab

Györgyi Bòka und Victor Matekole vor ihrem Café Baobab. Foto: Andrei Schnell

Am 15. Dezember 2017 öffneten Györgyi Bòka und Victor Matekole zum ersten Mal die Türen des Cafés Baobab in der Soldiner Straße 41. Doch die beiden und der Kiez hatten sich davor schon kennengelernt. „Da hat jemand an die von uns frisch mit grüner Farbe bemalten Hauswand einen Spruch zur Gentrifizierung gesprüht“. Aber Victor Matekole, der mit seiner Frau  Györgyi Bòka in der Soldiner Straße wohnt, war sofort zu Stelle. "Wir haben unsere gegensätzlichen Ansichten ausgetauscht", sagt Victor Matekole über das Gespräch auf der Straße.

"Ja, wir sind eine vegetarische Bar, aber wollen dennoch für alle da sein." So vermieten die beiden zum Beispiel einen Raum. Für Kiezinitiativen ist dieser Raum kostenfrei zu buchen, andere müssen bezahlen. Der Quartiersrat und die Kolonie Wedding haben diese Möglichkeit bereits genutzt. Im Schaufenster hängen Termine sozialer Initiativen, die zu regelmäßigen Treffen ins Baobab einladen.

Victor Matekole hat ghanische Wurzeln und wuchs im Ortsteil Salford in Manchester auf. „Den Stadtteil kann man mit dem Wedding vergleichen“, sagt er. Seine Frau Györgyi Bòka verbrachte ihre Kindheit in Budapest. Nach Arbeitsstationen in Portugal, trafen sich die beiden aufgrund eines Projekts in Süddeutschland. So blicken die beiden jungen Europäer bereits jetzt schon auf ein Leben in Vielfalt zurück. Ein Leben, das sie nun genauso im Soldiner Kiez weiterführen wollen.

„Meet me by the baobab tree“ ist der Wahlspruch des neuen Cafés. Es soll ein Treff für den Kiez werden.

1. Februar 2018