Viele Einblicke beim Tag des offenen Denkmals möglich

Alte Gebäude, die noch immer genutzt werden, öffnen am Denkmaltag für Besucher ihre Türen. Auch im und rund um den Soldiner Kiez gibt es vieles nur an diesem einen Tag zu entdecken.

Kolonistenhaus

Das Kolonistenhaus ist das älteste Haus im Wedding.

Am Wochende vom 9. bis zum 10. September laden 50 Länder auf dem europäischen Kontinent zum European Heritage Days ein. "Macht und Pracht" ist das Motto, das für Deutschland die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2017 gewählt hat. Bei einem Blick ins Programmheft finden sich auch spannende Orte rund um die Soldiner Straße.

Das älteste Haus im Wedding steht in der Koloniestraße 57. Das Kolonistenhaus aus dem Jahr 1782 kann am Sonnabend, 9. September, bei einer Führung mit Architekt Bernhard Hummel um 13.30 Uhr kennengelernt werden. Spannend auch: Das Haus wurde von einer Initiative gerettet und ist nun Teil des gemeinwohlorientierten Netzwerks Mietshäuser Syndikat.

Nur selten öffentlich zugänglich ist der berühmte Puttensaal in der Bibliothek am Luisenbad. Am Sonnabend und am Sonntag (9. und 10. September) geht es mit Nächste Ausfahrt Wedding um 12 Uhr zu einer Führung durch die "Überreste des Kurbades Luisenbad".

Und am Sonntag spannt Diana Schaal mit ihrer Führung den Bogen ein klein wenig weiter und lädt zum Rundgang "Geschichte rund um die Bibliothek am Luisenbad".

Das ehemalige Umspannwerk an der Kreuzung Prinzenallee und Osloer Straße wird heute von der "Kulturwirtschaft" genutzt. Am Sonnabend führt Holger Rasche durchs Haus, das heute der Christiana e.V. nutzt.

In Deutschland öffnen rund um den 10. September, dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals, "7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten ihre Türen". Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days, die 1984 in Frankreich ihren Ursprung nahmen. Seit 1999 steht der Denkmaltag unter der Schirmherrschaft des Europarates.

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Das Berliner Programm zum Denkmaltag

4. September 2017