Senator Andreas Geisel im Kiez

Am Montag, 30. Mai, besuchte Senator Andreas Geisel den Soldiner Kiez und erkundete ihn während eines Rundgangs.

Senator Andreas Geisel im Soldiner Kiez.

Senator Andreas Geisel im Soldiner Kiez.

Während seines Besuchs im Soldiner Kiez wiederholte Andreas Geisel noch einmal seine Worte vom Kongress der Quartiersräte im Januar: "Quartiersmanagement ist Hilfe zur Selbsthilfe". In diesem Sinne war es auch ein wenig anerkennend gemeint, als er sagte: "Ich habe auf dem Rundgang einen Kiez kennen gelernt, der einen guten Eindruck macht."

Kurz zuvor hatte Clarrisa Meier, die Inhaberin des Seniorendomizils an der Panke, noch geklagt, dass die BSR nicht zuverlässig reinigen würde. Eine Einschätzung, die ihre Gründe hat. Für Außenstehende sind diese offenbar nicht auf den ersten Blick sichtbar. In den letzten Jahren hat sich der Kiez augenscheinlich positiv entwickelt, so dass der Kiez gar nicht als unangenehm wahrgenommen wird. Auf der anderen Seite: "Natürlich kenne ich die Zahlen", sagte der Senator. Das Sozialmonitoring weist den Soldiner Kiez als einen der ärmsten Stadtteile Berlins aus.

Cornelia Cremer vom Quartiersmanagement Soldiner Straße nannte weitere Zahlen. So würden jetzt im Kiez mehr Menschen leben als vor einigen Jahren, obwohl es keinen Neubau gegeben habe. Auch würde die Anzahl der Menschen unter 18 Jahren zunehmen.

Hohe Zahlen zur Nutzung seines Angebots nannte auch Horst Schmiele vom Verein Menschen helfen Menschen in und um Berlin e.V. Die Ausgabe von kostenlosen Lebensmitteln, die Kleiderkiste und die Mappi-Station würden viele arme Menschen im Kiez nutzen.

Wo Zahlen nicht weiterhelfen, wie zum Wunsch der Haci Bayram Gemeinde nach einem Moschee-Bau zu stehen ist. "Wir brauchen nicht unbedingt Minarett und Kuppel, aber wir wollen heraus aus alten Autogaragen", sagte ein Vertreter der Moschee im Gespräch im Büro des Quartiersmanagements. Wie an allen anderen Stationen auch, hörte der Senator ausschließlich zu und kommentierte nicht.

Fotos vom Rundgang stehen auf dieser Webseite unter Fotoalbum und auf Facebook unter Fotoalbum.

31. Mai 2016

Fotos: Andrei Schnell