Tschernobyl im Nachklang

Wie klingt Abwesenheit in einer verwaisten Region? Die Reihe bi'bakaudio widmet sich am 18. Mai den Liedern der Menschen, die trotz GAU zurückblieben.

Lieder

Lieder von Tschernobyl

Konzert und Talk unter der Überschrift "Trauma, Abwesenheiten, Stille - Tschernobyl, die Ostukraine und die Klänge der Entwurzelung" veranstaltet das bi'bak in der Prinzenallee 59. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe bi'bakaudio. Am 18. Mai geht es um 20 Uhr um Lieder der Ukraine.

Tschernobyl ist ein Ort klanglicher Abwesenheiten. Nach der überstürzten Evakuierung der Bewohner und Bewohnerinnen aus der Stadt Pripyat bei Tschernobyl im Jahr 1986 verwaiste eine ganze Landschaft. Die Musikerin Mariana Sadovska hat in dieser radioaktiv vergifteten Region über 25 Jahre Feldforschung betrieben. Sie hat die Lieder derer aufgenommen, die in den Landstrichen rund um das explodierte Kernkraftwerk zurückgeblieben waren.

Mariana Sadovska ist eine ukrainische Sängerin und Weltmusikerin. Ihre Aufnahmen sind eine unschätzbare Quelle für die Erforschung der klanglichen Auswirkungen von Katastrophen, Zwangsumsiedlung und sozialer Trennung.

Die Reihe bi'bakaudio sind kuratierte Hörabende. Sie wird über das Quartiersmanagement Soldiner Quartier mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert.

11. Mai 2017