Ergebnisse der Kiezkonferenz

Bei der Kiezkonferenz am 20. Januar wurden auf einer Kiezkonferenz vier Themenfelder diskutiert. Die Ideen und Stichworte wurden gesammelt.

Das Team des Quartiersmanagements während der Kiezkonferenz 2017

Ergebnisse der Kiezkonferenz

Auf der Kiezkonferenz wurden Ideen, Anregungen und Wünsche der Anwohner und Anwohnerinnen diskutiert und gesammelt. Die Stichworte sind:

Tisch Nachbarschaft/öffentlicher Raum:

großes Thema Müll noch nicht angepackt worden, Sperrmüll und Trödelwagen in regelmäßigen Abständen, Verpackungsmüll wird nicht abgeholt, mehr Bewohner und mehr Umzüge führt zu mehr Müll

zweites großes Thema Drogenhandel, Drontheimer Straße und Panke, zu wenig Polizeipräsenz?, Vorbild Frankfurter Innenstadt?, Kiffferecken freischneiden,

großes Thema Sicherheit, mehr Betreuung der Jugendlichen, Aufklärung bei Jugendlichen beginnen, Pädagogen auf Spielplätze, Eichrichtungen werden nicht gefunden Stadtplan "Schnitzeljagd" nötig, Streetworker Platzmanagement

Thema Panke, Fluß vernachlässigt, zu wenig Beleuchtung, Problem Haftung bei Vandalismus, Schulweg? Drogenhandel? Naturschutz? Panke-Aktionstag

Weitere Theme: Kampagne gegen Falschparker mit Straßenumbaumaßnahmen verbinden, Grünpflege Patenschaften aktivieren und vernetzen, Panke-Aktionstag, kreatives Kiezzentrum mit Dingebibliothek, Bouleplatz auf der Grüntaler Straße, 

Tisch Jugend: 

Sanierungsbedarf der Jugendfreizeiteinrichtung SOKO in der Koloniestraße

offener Raum, Hinterhöfe mit Jugendlichen gestalten, Streetworkerprojekte, mobile aufsuchende Angebote für Kinder und Jugendliche

quartiersübergreifender Austausch und Kooperation von Jugendprojekten

Polizei Vorbild und Partner

Wochenendangebote für Kinder, Ferienöffnung

stärkere Nutzung und Einbindung der Schulen auch der weiterführenden als InfoPoint und Möglichkeiten

Jugendmusikprojekt, Sport

Tisch Bildung:

Sprachförderung, Eltern erreichen?, Freiräume für selbstbestimmtes Lernen, Lernen im Alltag fehlt, Bildung attraktiv machen, fehlendes Medienwissen bei Jugendlichen und Fachkräften, fehlende Familienfreundlichkeit bei Angeboten

quartiersübergreifende Kooperation zwischen Bildungsangeboten, Bildungswerkstatt im Aufbau, Bildungsangebote der Moscheen würdigen und einbinden, Stadtnatur entdecken, historische Kiezführung, Bibliothek, Heimatmuseum, Kooperation zwischen Schulen und Freizeiteinrichtungen

Kiezatlas im Netz, Zweisprachigkeit als Ressource betonen,

Tisch Gesund leben im Kiez: zentrale These "Gesund bin ich wenn ich mich wohlfühle", Umweltgerechtigkeit Mehrbelastung Soldiner Kiez, Feinstaubbelastung, Erholungsflächen pflegen und stärken, Sauberkeit des öffentlichen Raums, Sicherheit durch breite Straßen und Fußwege, Straßenbäume, Fahrradkurse, mehr Spielstraßen, "Angsträume" abschaffen, Nähe zu sozialer Infrastruktur wie Haus der Gesundheit, langfristige Beziehungsarbeit und weniger Projektarbeit, Leben auf der Straße, Kiezklima, Trinkbrunnen, Familienzentrum Osloer Straße, Projekt gesunde Ernährung und Aufklärung (Zucker), schlechte bauliche Zustände der Spielplätze, Ratten, Kriminalität Taschendiebstähle

Worte der geladenen Gäste

Prominenter Gast der Kizekonferenz war Stadtrat Ephraim Gothe. Als Schwerpunkte für seine fünfjährige Amtszeit nannte er "Erstens Wohnen, zweitens Lebensqualität und drittens die wachsende Stadt". Beim Theme Milieuschutz sagte Gothe, dass das Stadtplanungsamt derzeit "lernt", was es bedeutet, wenn ein Vorkaufsrecht existiert. "Wir müssen es nur einmal schaffen, ein Vorkaufsrecht zu nutzen, um den dem Wohnungsmarkt zu signalisieren, dass Spekulation an Grenzen stößt". Für einen breiten Ankauf von Wohnungen in innerstädtischen Lagen seien aber die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zuständig. Beim Thema wachsende Stadt wies er daraufhin, dass die damit umschriebenen städtischen Aufgaben für die Verwaltung ein Kraftakt sei.

Mandy Adam vom Fachbereich Stadtplanung im Bezirk Mitte gab erste Einblicke in das SIKo. Die Abkürzung steht für Soziale Infrastruktur Konzept. Erstellt wurde der Entwurf vom Büro Jahn, Mack und Partner. Das Konzept versucht für kommenden Jahre und Jahrzehnte vorherzusagen, welche Einrichtungen im Bezirk benötigt werden. Umfangreich erfasst das SIKo wie ausreichend die einzelnen Bezirksregionen im Bezirk Mitte mit Schulen, Kitas, Sportanlagen, Bibliotheken und vieles mehr ausgestattet sind und sein werden. "Das ist unser Beitrag vom Fachbereich Stadtplanung für die Fachämter, die dann präzisieren müssen." Das SIKo wird voraussichtlich ab März 2017 öffentlich vorgestellt.

Ablauf der Kiezkonferenz

Das Programm sah für vier Stunden zwei Halbzeiten vor. Im ersten Teil stellten sich Projekte vor, hielten Mandy Adam vom Fachbereich Stadtplanung und Stadtrat Ephraim Gothe jeweils einen Vortrag. Einige der anwesenden Gäste wünschten sich für nächstes Jahr, den geladenen Stadtrat direkt befragen zu können. 

Im zweiten Teil wurde an vier Tischen über die Themen Bildung, Gesundheit, Jugend sowie Nachbarschaft/öffentlicher Raum diskutiert. Besonders für das letztgenannte Thema interessierten sich viele der mehr als 50 Gäste. Die genutzte Methode World-Café sah vor, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen pro Tisch eine bestimmte Zeit nutzen konnten und dann zu einem anderen Tisch wechseln konnten.

25. Janaur 2017