Projekt-Porträt: WohnRaum

Im Projekt "Wohnen im Soldiner Kiez - Schaffung informeller Begegnungsanlässe" haben Birgit Bogner und Melanie Stiewe mehrere Events organisiert.

Türkischer Literatursalon organisiert vom Projekt WohnRaum. Foto WohnRaum.

Gemeinsam mit allen Akteuren des Kiezes suchten Birgit Bogner und Melanie Stiewe in den letzten Jahren Ideen für Begegnungsanlässe, welche sich auf den zahlreichen Hinterhöfen und anderen Oasen im Soldiner Kiez umsetzen ließen. Die Motive der Zusammentreffen konnten vielfältiger Natur sein, das Ziel war und ist stets das Selbe: Nachbarn (noch) besser kennen zu lernen.

Im Vordergrund aller Events steht das Miteinander, der Austausch und das Zusammenkommen möglichst vieler unterschiedlicher Menschen. Es sollten Räume und Anlässe zur Begegnung geschaffen werden, wo sich Nachbarn besser kennen lernen und austauschen können. Denn ein gemeinsames Miteinander ist gerade in einer Großstadt wie Berlin ein Geschenk – ist man doch nicht alleine, kann sich gegenseitig aushelfen oder einfach unterhaltsame Stunden miteinander verbringen.

Im Dezember 2015 brachte das Projekt "WohnRaum Soldiner Kiez" am 15. die Selam Opera – den Operndolm der Komischen Oper – in den Soldiner Kiez. Große und auch zwei ganz kleine Besucher genossen im Seniorendomizil an der Panke ein kurzweiliges Opernprogramm. Außerdem wurden Fragen beantwortet und Hintergrundinformationen geboten.

Kurz darauf am 17. Dezember erstrahlte in der Dämmerung im Rahmen der 1. Luminale der erste Hinterhof in der Prinzenallee 58 in zauberhaftem Licht und schuf eine besondere Atmosphäre. Im offenen Atelier, an einem Stand des Soldiner Kieztausches, von einer Feuerschale und vom feuerspuckendem Clown (Herr Balzer) ließen sich weit über 130 Besucher und Besucherrinnen verzaubern.

Anschließend - am gleichen Tag, 17. Dezember - war im Rahmen des Türkischen Literatursalons der Berliner binooki Verlag zu Gast bei Kamine & Wein. Am Kaminfeuer erzählten die Verlegerinnen und Schwestern Inci Bürhaniye und Selma Wels dem interessierten Publikum über die Entstehungsgeschichte des Verlages, gaben einen Einblick in die aktuelle Türkische Literaturszene und lasen kleine Kostproben aus aktuellen Büchern. Es war ein charmanter und kurzweiliger Abend.

Im Februar 2016 folgte die deutsch-türkische Inzszenierung „Der liebe, nette Nasreddin“ in Kooperation mit dem Theater Tiyatrom in der Haci Bayram Moschee. Die deutsch-türkische Inszenierung stellte den kleinen und großen Besuchern und Besucherinnen den listigen Weisen Nasreddin in zahlreichen kurzweiligen kleinen Geschichten vor. Die Moschee war bis auf den letzten Platz besucht. Ingesamt folgten rund 150 Gäste der Einladung.

Am Tag der Städtebauförderung am 21. Mai 2016 stellte der Soziologe Thomas Kilian die Entwicklung des Soldiner Kiezes in Baustruktur und Bewohnerschaft einem interessierten und diskussionsfreudigen Publikum vor. Am darauf folgenden Sonntag folgten über 130 Interessierte Diana Schaal auf der Historischen Kiezführung durch den Soldiner Kiez und erfuhren Wissenswertes und Unterhaltsammes über zahlreiche Hinterhöfe, Orte, Bewohner und Bauten des Kiezes.

Bei der 2. Luminale im Dezember 2016 wurden gleich zwei Orte stimmungsvoll in Szene gesetzt. Während der erste Innenhof der Prinzenallee 58 sich in ein erleuchtetes Tor für den 1. Prinzenmarkt verwandelte, wurde die Stephanuskirche mit Lichtkunst kreativ in Szene gesetzt und bildete ein strahlendes Portal für den vorweihnachtlichen Tauschmarkt.

Das Projekt „Wohnen im Soldiner Kiez – Schaffung informeller Begegnungsanlässe“ wurde initiiert durch den Quartiersrat Soldiner Quartier. Durch das Quartiersmanagement wird das Projekt mit Mitteln der Sozialen Stadt von 2015 bis 2017 möglich gemacht.

16.12.2016